Amazon Marketing Cloud Analyse Beispiel mit klaren Handlungsempfehlungen
Amazon Marketing Cloud Analyse Beispiel gefällig? Auch mit begrenztem Budget lassen sich sofort relevante Erkenntnisse gewinnen wie etwa durch einfache Cross-Sell-Analysen. Warum das gerade für alle Hersteller und Seller sehr wertvoll sein kann, zeigen wir in diesem Beitrag.
Amazon Marketing Cloud: nur etwas für Konzerne?
Die Amazon Marketing Cloud (AMC) genießt unter vielen Amazon Vendoren und Sellern den Ruf, ein Tool für Großunternehmen zu sein. Komplex, teuer, schwer zugänglich, so lauten oft die ersten Assoziationen. Doch das ist ein Irrtum. Denn auch kleine und mittlere Amazon-Hersteller können mit AMC-Analysen wertvolle Einblicke gewinnen und das ganz ohne Millionen-Budgets oder riesige Datenteams. In diesem Artikel stellen wir ein konkretes Amazon Marketing Cloud Analyse Beispiel vor: die Cross-Sell-Analyse. Sie ist einfach, praxisnah und liefert sofort Ergebnisse, die sich direkt auf das operative Geschäft übertragen lassen.
Warum Cross-Sell-Analysen ein guter Einstieg sind
Die Cross-Sell-Analyse ist eine der beliebtesten Auswertungen in der Amazon Marketing Cloud und das aus gutem Grund. Sie zeigt auf, welche Produkte im Kaufprozess zusammenhängen. Konkret lassen sich drei zentrale Fragen beantworten:
- Welche Produkte werden gemeinsam gekauft?
- Welche ASIN wird im Anschluss an ein Produkt gekauft?
- Welche Alternativen kaufen Nutzer, wenn sie sich gegen eine bestimmte ASIN entscheiden?
Für alle Händler und Hersteller ergibt sich daraus enormes Potenzial. Denn mit überschaubarem Aufwand kann man auf dieser Basis eine ganze Reihe an Maßnahmen anstoßen – von Retargeting bis hin zur Store-Optimierung.
Beispielhafte Erkenntnisse aus einer Cross-Sell-Analyse
Nehmen wir an, du verkaufst Nahrungsergänzungsmittel. Eine Analyse in der AMC ergibt:
- Kunden, die das Produkt Magnesium 400 kaufen, kaufen oft auch Vitamin B12 Tropfen.
- 15 % der Käufer, die sich das Produkt Omega 3 angesehen haben, entscheiden sich letztlich für Omega 3 Vegan.
- Die häufigste Ergänzungskombination im Warenkorb besteht aus Eisen Kapseln und Zink Tabletten.
Diese Informationen sind Gold wert, insbesondere, weil sie nicht auf Schätzungen basieren, sondern auf realem Kaufverhalten.
Wie man die Ergebnisse praktisch nutzt
Die Daten aus der Amazon Marketing Cloud sind nicht nur nett zu wissen sondern sie liefern eine klare Handlungsgrundlage. Hier ein paar konkrete Umsetzungen, die sich aus unserem Amazon Marketing Cloud Analyse Beispiel ableiten lassen:
Retargeting auf Basis von Cross-Sell-Pfaden
Wenn du weißt, dass ein Kunde nach Produkt A häufig Produkt B kauft, kannst du gezielt Retargeting-Kampagnen aufsetzen. Amazon DSP bietet hier zahlreiche Möglichkeiten, um Nutzer, die ein bestimmtes Produkt gesehen oder gekauft haben, erneut anzusprechen und diesmal mit einem ergänzenden Angebot.
(Virtuelle) Bundles erstellen
Kombiniere häufig gemeinsam gekaufte Produkte zu einem Bundle. Das verbessert nicht nur die Kundenerfahrung, sondern steigert auch den durchschnittlichen Warenkorbwert. Gleichzeitig erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass beide Produkte verkauft werden und das ganz ohne zusätzlichen Streuverlust.
Brand Store und Produktseiten optimieren
Die im Analysebeispiel identifizierten Cross-Sell-Artikel kannst du prominent im Brand Store platzieren oder in A+ Content integrieren. Wenn etwa Produkt A häufig mit Produkt B gekauft wird, dann sollte Produkt B gut sichtbar auf der Seite von Produkt A integriert werden. Vor allem Produkt-Images bieten sich hier an.
Bildmaterial und Kommunikation anpassen
Die AMC-Analyse zeigt, welche Produkte thematisch zusammengehören. Das kannst du auch visuell aufgreifen: Zeige ergänzende Produkte gemeinsam im Bild, setze auf Packaging, das Kombinationen kommuniziert, oder arbeite mit Storytelling, das diese Cross-Sells betont.
Ist AMC zu komplex für kleine Amazon Marken?
Nein und genau das macht unser Amazon Marketing Cloud Analyse Beispiel so spannend. Denn eine Cross-Sell-Analyse ist keine Raketenwissenschaft. Wer grundlegende SQL-Kenntnisse oder ein gutes Tool an der Hand hat, kann sich schnell erste Insights erarbeiten. Alternativ kann man sich einen Partner suchen, der bereits fertige Dashboards oder Analysemodelle bietet.
Gerade für kleinere Marken ist das ein Vorteil. Denn sie haben oft nicht die Ressourcen, große interne BI-Teams aufzubauen, profitieren aber besonders stark von schnell umsetzbaren Insights.
Was brauchst du dafür?
Die Einstiegshürde ist überschaubar. Idealerweise bringst du folgendes mit:
- Zugang zur Amazon Marketing Cloud
- Grundlegende Kenntnisse im Umgang mit SQL oder ein Dashboard-Tool
- Klar definierte Ziele (zum Beispiel: welche Produkte sollen analysiert werden?)
- Bereitschaft, auf Basis der Ergebnisse zu handeln
Fazit: AMC ist auch für kleine Budgets ein echter Gewinn
Unser AMC Beispiel zeigt: Auch kleinere Amazon-Marken können ohne riesige Budgets fundierte datenbasierte Entscheidungen treffen. Die Cross-Sell-Analyse ist ein idealer Einstieg, weil sie konkrete Handlungsmöglichkeiten liefert, sei es für Kampagnen, Produktpräsentation oder Store-Gestaltung.